Plätze und Parks in Barcelona: alles, was du kostenlos sehen kannst
Barcelona verlangt für fast alles Eintritt, was auf seinen Postkarten zu sehen ist – doch das Beste an der Stadt, die Plätze, die historischen Parks und die Gärten am Montjuïc, steht weiterhin jedem offen, der einfach hineinspaziert. Hier sind die zehn, die den Weg lohnen, einzeln vorgestellt: was sie sind, wann du hingehst, an welcher Metrostation du aussteigst und was nebenan liegt. Dazu die ehrliche Kehrseite: welcher berühmte Name eigentlich nur ein Busknotenpunkt mit gutem Marketing ist.
ⓘ Hinweis: keine offizielle Website Dies ist nicht die offizielle Website der Stadt Barcelona, des MUHBA oder des Museu de Ciències Naturals. Wir sind ein unabhängiger Reiseführer: Die genannten Fakten stammen von barcelona.cat, museuciencies.cat und ticketshop.barcelona, Buchungen laufen über autorisierte Partner wie GetYourGuide.Tickets und Touren zum Buchen
24 Angebote · Preise abgerufen am 18. Oktober 2026
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Das Wichtigste in 20 Sekunden
| Preis | Fast überall gratis. Eintritt kosten nur drei: Laberint d'Horta (~2,20 €), der Botanische Garten (3,50 €) und das MUHBA an der Plaça del Rei (7 €) |
|---|---|
| Der Park, den du nicht verpassen solltest | Parc de la Ciutadella: Cascada-Brunnen, Ruderteich, Parlament und Zoo auf 17 Hektar |
| Der Platz, den du nicht verpassen solltest | Plaça Reial um 9 Uhr (wegen Gaudís Laternen) und Plaça del Rei zu jeder Uhrzeit |
| Beste Zeit | Vor 10 Uhr im Gotischen Viertel; am späten Nachmittag am Montjuïc und am Turó de la Rovira |
| Magischer Brunnen | Seit dem 24. September 2025 wieder in Betrieb, nach fast drei Jahren Stillstand; saisonaler Kalender – auf barcelona.cat prüfen |
| Wichtige Metrostationen | L1/L3 Catalunya und Espanya · L1 Arc de Triomf · L4 Jaume I und Barceloneta · L3 Mundet |
Die Plätze im Zentrum: vier Stopps an einem Vormittag
Die vier folgenden Plätze passen in einen zweistündigen Spaziergang und kosten nichts. Sie sind vom am wenigsten zum interessantesten sortiert – genau umgekehrt zu der Reihenfolge, in der die meisten Besucher sie ansteuern.
- Plaça de Catalunya – das Scharnier. Fünf Hektar Pflaster zwischen Altstadt und Eixample, angelegt für die Weltausstellung 1929, mit Brunnen, Skulpturen – darunter La Deessa von Josep Clarà – und einer legendären Taubenpopulation. Seien wir ehrlich: Das ist ein Umsteigeknoten, kein Ziel. Hier treffen die Metrolinien L1, L3, L6 und L7 zusammen, dazu die Rodalies-Züge an die Küste des Maresme und der Flughafenbus Aerobús; die Rambla und der Passeig de Gràcia beginnen beide an seinen Rändern. Beste Zeit: wann immer du vorbeikommst – und das wirst du. Metro: Catalunya (L1, L3). In der Nähe: El Corte Inglés, die Einkaufsstraße Portal de l'Àngel und der Weg hinauf zum Modernisme-Block. Eine praktische Warnung: Das ist Taschendieb-Revier wie aus dem Lehrbuch, vor allem an den Metro-Eingängen.
- Plaça Reial – der Hof mit Säulen. Von Francesc Daniel Molina entworfen und 1848 auf dem Gelände eines Kapuzinerklosters eröffnet, ist sie der einzige Arkadenplatz der Altstadt in monumentalem Maßstab: klassizistische Säulengänge, hohe Palmen, in der Mitte der Brunnen der Drei Grazien und daneben die beiden sechsarmigen Laternen, die Antoni Gaudí 1878 entwarf und die am 24. September 1879 aufgestellt wurden. Sie waren sein erster Auftrag der Stadtverwaltung, fast ein halbes Jahrhundert bevor er starb und die Sagrada Família unvollendet zurückließ; schau dir die Sockel an, um die sich Schlangen um den Merkurstab winden. Beste Zeit: 9 Uhr, wenn gerade gefegt wird und niemand da ist. Metro: Liceu (L3). In der Nähe: die Rambla und der Palau Güell, zwei Straßen weiter. Nach Einbruch der Dunkelheit wird der Platz zu etwas anderem – Bars, Livemusik, teure Terrassen – und zu einem der schlimmsten Orte der Stadt für Diebstähle: Ein Handy, das hier auf dem Tisch liegt, bleibt dort nicht lange.
- Plaça del Rei – die wirklich mittelalterliche. Ein Rechteck aus Stein, eingefasst vom Palau Reial Major, dem Aussichtsturm von König Martí, der Kapelle Santa Àgata und dem Saló del Tinell aus dem 14. Jahrhundert. Hier gibt es keine einzige Café-Terrasse, und genau deshalb funktioniert der Platz: Es ist der einzige im Gotischen Viertel, auf dem du deine eigenen Schritte hörst. Unter dem Pflaster liegt die Ausgrabung des MUHBA, mehrere tausend Quadratmeter des römischen Barcino – Straßen, Färbereien, eine Garum-Fabrik –, die du auf Stegen durchquerst. Preis: 7 € regulär, 5,20 € ermäßigt, frei am ersten Sonntag im Monat und jeden Sonntag ab 15 Uhr. Metro: Jaume I (L4). In der Nähe: die Kathedrale und die übrigen Museen im Zentrum.
- Plaça de Sant Felip Neri – die, die du schweigend besuchst. Ein kleiner barocker Platz mit einer Akazie und einem Brunnen, versteckt eine Minute von der Kathedrale entfernt. Die Kirchenfassade ist von Löchern übersät, und zwar nicht vom Alter: Am 30. Januar 1938 bombardierten mit Franco verbündete italienische Flugzeuge diesen Ort. Die erste Bombe fiel kurz nach neun Uhr morgens auf einen Schutzraum voller Kinder; eine zweite traf etwa zwei Stunden später die Rettungsmannschaften. 42 Menschen starben, die meisten davon Kinder. Seit 2007 erinnert eine Gedenktafel daran. Beste Zeit: nicht am späten Vormittag unter der Woche – am Platz liegt eine Schule, und der Pausenhof gehört den Kindern. Komm früh morgens oder am späten Nachmittag. Metro: Jaume I (L4) oder Liceu (L3). Dies ist ein Gedenkort, keine Kulisse: Schau hin, lies die Tafel, sprich leise.
Plaça d'Espanya und der Magische Brunnen: die Kulisse von 1929
Ist die Plaça de Catalunya das Alltagsscharnier der Stadt, so ist die Plaça d'Espanya ihre Bühne. Alles, was du hier siehst, wurde für die Weltausstellung 1929 gebaut: die beiden venezianischen Backsteintürme, die die Avinguda Maria Cristina rahmen, die ansteigende Perspektive zum Palau Nacional – heute das Kunstmuseum MNAC – und der große runde Platz mit seinem monumentalen Brunnen. Daneben steht die ehemalige Stierkampfarena Las Arenas, heute ein Einkaufszentrum mit runder Dachterrasse, die du über die Außenrampe kostenlos erreichst: einer der bequemsten Gratis-Ausblicke entlang der Montjuïc-Achse.
Die Hauptattraktion ist der Magische Brunnen (Font Màgica), die Wasser-, Licht- und Musikshow, die der Ingenieur Carles Buïgas für dieselbe Ausstellung entwarf und die 1929 Premiere feierte. Und hier müssen wir ehrlich sein, denn viele Reiseführer sind noch nicht auf dem aktuellen Stand: Der Brunnen stand fast drei Jahre lang trocken. Er wurde im November 2022 während des Dürrenotstands abgestellt, und die Pause wurde für seine größte Sanierung seit drei Jahrzehnten genutzt – ein neues Steuerungssystem und der Ersatz von 4.760 Glühbirnen durch rund 680 LED-Strahler. Im Frühjahr 2025 wurden die Wasserbeschränkungen aufgehoben, und am 24. September 2025, während des Mercè-Fests, sprudelte der Magische Brunnen wieder.
Metro: Espanya (L1, L3, L8 und FGC). In der Nähe: das MNAC, das Poble Espanyol, die Gärten am Montjuïc und die Seilbahn hinauf zur Burg. Mit Kindern oder wenig Zeit nimmst du die Rolltreppen neben der Avinguda Maria Cristina – der Anstieg ist länger, als er aussieht.
Arc de Triomf und Parc de la Ciutadella: die Achse von 1888
Der Arc de Triomf erinnert an keine einzige Schlacht – und genau darum geht es. Josep Vilaseca i Casanovas errichtete ihn 1888 als Eingangstor zur Weltausstellung, deshalb ist er aus unverputztem rotem Backstein statt aus edlem Naturstein: ein Willkommensbogen in der Formensprache des Neomudéjar, mit glasierter Keramik und einem Fries an der Vorderseite – Barcelona rep les nacions von Josep Reynés –, auf dem die Stadt ihre Gäste buchstäblich empfängt. Er ist rund 30 Meter hoch und steht, anders als seine Verwandten in Paris oder Rom, mitten auf einer baumgesäumten Promenade, ohne Verkehr ringsum.
Diese Promenade, der Passeig de Lluís Companys, ist ein halber Kilometer mit Platanen, Bänken, Skatern und Joggern, der direkt in den Park führt. Geh ihn zu Fuß: Es ist der schönste städtische Übergang Barcelonas und der Grund, warum der Bogen genau dort Sinn ergibt. Beste Zeit: früh am Morgen, wenn die Ostsonne voll auf den roten Backstein fällt und noch niemand Schlange steht, um dasselbe Foto zu machen. Metro: Arc de Triomf (L1).
Am anderen Ende beginnt der Parc de la Ciutadella und mit ihm eine weniger angenehme Geschichte: Hier stand die Militärzitadelle, die Philipp V. nach der Niederlage von 1714 bauen ließ – ein ganzes Viertel wurde dafür dem Erdboden gleichgemacht, um die Stadt von innen überwachen zu können. Barcelona kämpfte anderthalb Jahrhunderte lang für ihren Abriss; ab 1869 verwandelte Josep Fontserè das freigeräumte Gelände in den ersten großen öffentlichen Park der Stadt. Worauf du achten solltest:
- Der Cascada-Brunnen. Zwischen 1875 und 1888 nach dem Gesamtentwurf Fontserès gebaut und 1881 eingeweiht. Hinter dem Theater aus Felsen, Grotten und bronzenen Quadrigen verbirgt sich ein Wasserbecken, das die Seen des Parks speiste – und die statischen Berechnungen dafür unterzeichnete Antoni Gaudí, damals noch Architekturstudent, der mit Fontserè an der Hydraulik arbeitete. Es ist buchstäblich der erste Gaudí, den du in Barcelona anfassen kannst, und er kostet nichts.
- Der Ruderteich. Boote für ein paar Euro pro halbe Stunde, mit der Cascada im Rücken. Mit Kindern das am besten investierte Geld im Park.
- Das Parlament Kataloniens. Es sitzt im ehemaligen Arsenal der bourbonischen Zitadelle, dem einzigen Militärgebäude, das beim Abriss verschont blieb. Davor der Teich mit Josep Llimonas Skulptur El desconsol.
- Castell dels Tres Dragons. Das Café-Restaurant, das Lluís Domènech i Montaner für die Ausstellung 1888 baute, ein wegweisendes Stück Modernisme aus unverputztem Backstein und Eisen. Daneben stehen das Hivernacle und das Umbracle, zwei Gewächshäuser aus Eisen und Holz – die fotogenste Ecke des Parks.
- Der Eingang zum Zoo Barcelona. Er nimmt die Südostecke ein und hat eine eigene Kasse: Der Park ist gratis, der Zoo nicht.
Sonntagnachmittags füllt sich der Park mit Trommelkreisen, Jongleuren und Menschen, die im Gras liegen; an einem Werktagvormittag ist er ruhig und voller kreischender Mönchssittiche. Wer den Hintergrund lieber vor Ort erzählt bekommt: Es gibt einen Rundgang durch Barceloneta und den Parc de la Ciutadella, der den Park mit dem alten Fischerviertel und dem Strand verbindet, zehn Minuten zu Fuß entfernt.
Gärten: Montjuïc, der älteste Irrgarten und der Bunker-Aussichtspunkt
Barcelona hat mehr Grün, als der Blick von der Straße vermuten lässt. Diese drei – vier, wenn man den Aussichtspunkt mitzählt – lohnen eine Metrofahrt:
- Jardins de Laribal (Montjuïc) – gratis. Terrassen, Pergolen, gekachelte Wassertreppen und schattige Wege, angelegt zwischen 1917 und 1924 vom französischen Landschaftsarchitekten Jean-Claude Nicolas Forestier zusammen mit Nicolau Maria Rubió i Tudurí. Das ist der klassische mediterrane Garten der Stadt, mit dem Pavillon der Font del Gat und dem Teatre Grec gleich in der Nähe. Beste Zeit: die letzten zwei Stunden vor Sonnenuntergang, wenn das Licht seitlich durch die Pergolen fällt. Anfahrt: Bus 55 oder 150, oder zu Fuß hinauf von Poble Sec (L3 Paral·lel plus Standseilbahn).
- Jardí Botànic de Barcelona – 3,50 €. An der Südflanke des Montjuïc, zwischen Olympiastadion und Burg: ein zeitgenössischer Garten, 1999 eröffnet, der die Flora der fünf Regionen mit Mittelmeerklima vereint – Mittelmeerraum, Kalifornien, Zentralchile, Südafrika und Australien. Laut ticketshop.barcelona kostet der reguläre Eintritt 3,50 €, ermäßigt (16–29 Jahre und über 65) 1,70 €, für unter 16-Jährige ist er frei; außerdem ist der Eintritt am ersten Sonntag im Monat und sonntags ab 15 Uhr frei. Der Blick über die Llobregat-Ebene ist so viel wert wie die Pflanzen.
- Parc del Laberint d'Horta – ~2,20 €. Der älteste erhaltene Garten Barcelonas: 1794 von Joan Antoni Desvalls, Marquis von Llupià, gemeinsam mit dem italienischen Ingenieur Domenico Bagutti begonnen und im 19. Jahrhundert von seinem Sohn um einen romantischen Garten mit Kanal und Wasserfall erweitert. Ganz oben liegt der Irrgarten aus geschnittenen Zypressen, durch den du wirklich gehen und dich wirklich eine Weile verlaufen kannst. Der Eintritt kostet rund 2,20 € regulär und etwa 1,40 € ermäßigt und ist mittwochs und sonntags frei; bezahlt wird meist nur mit Karte, und die Besucherzahl ist begrenzt – an Gratis-Tagen also früh kommen. Metro: Mundet (L3), danach etwa zehn Minuten bergauf zu Fuß. Er liegt weit vom Zentrum entfernt, und genau deshalb ist er leer – der beste Tapetenwechsel auf dieser Liste.
- Turó de la Rovira, die Bunker des Carmel – gratis. Auf 262 Metern eine Flakstellung von 1937, die die Stadt gegen Luftangriffe verteidigte und später bis 1990 eine Barackensiedlung beherbergte. Heute ist sie ein Standort des MUHBA und Barcelonas vollständigster 360-Grad-Aussichtspunkt: das Meer, die Sagrada Família, der Montjuïc und der Höhenzug der Collserola in einer einzigen Drehung. Jetzt das Wichtige: Seit 2023 ist der Ort nachts geschlossen – im Sommer öffnet er meist gegen 9:00 Uhr und schließt gegen 19:30 Uhr –, weil Trinkgelage, Müll und laute Musik das Leben für die Anwohner von El Carmel unerträglich gemacht hatten; sie fordern bis heute strengere Kontrollen. Komm mit dem Bus oder zu Fuß von der Metro L4 El Carmel, sei deutlich vor Schließung da, lass die Musikbox zu Hause und nimm deinen Müll wieder mit hinunter. Das ist ein Aussichtspunkt mitten in einem Wohnviertel, keine Rooftop-Bar.
Ein Gratis-Tag in Barcelona (eine Route, die wirklich funktioniert)
Diese Route kostet nichts außer einem Metroticket, deckt tausend Jahre Stadtgeschichte ab und endet mit einer Show. Sie ist für einen Frühlings- oder Herbsttag gedacht; im August verschiebst du alles um eine Stunde nach vorn.
| Uhrzeit | Wo | Warum dann |
|---|---|---|
| 9:00 | Plaça Reial und Plaça del Rei | Das Gotische Viertel ist noch leer: Gaudís Laternen ohne Menschen davor, der mittelalterliche Platz in Stille |
| 10:00 | Plaça de Sant Felip Neri | Bevor die Schule in die Pause geht; das flache Morgenlicht hebt die Spuren an der Fassade hervor |
| 11:00 | Arc de Triomf und Passeig de Lluís Companys | Roter Backstein in voller Morgensonne, dann mit dem Bogen im Rücken Richtung Park |
| 11:30 | Parc de la Ciutadella | Cascada, Umbracle und eine Stunde auf der Bank. Mit Kindern eine halbe Stunde im Ruderboot |
| 14:00 | Mittagessen im Born oder in der Barceloneta | Zehn Minuten zu Fuß; nimm das Mittagsmenü statt einer Touristenterrasse |
| 16:30 | Jardins de Laribal (Montjuïc) | Die heißesten Stunden vergehen unter einer Pergola besser, und das Nachmittagslicht ist das gute Licht |
| 20:00 | Plaça d'Espanya und Magischer Brunnen | Die Avinguda Maria Cristina hinunter und in der Nähe essen. Vorher den Kalender des Tages auf barcelona.cat prüfen |
Die Uhrzeiten sind Richtwerte. Tage und Zeiten des Magischen Brunnens sind saisonal und können sich ohne Vorankündigung ändern; prüfe sie auf barcelona.cat.
Was einen Umweg lohnt – und was nicht
Es gibt einen echten Unterschied zwischen einem Ort, zu dem du hingehst, und einem Ort, durch den du nur durchgehst. Ganz offen:
- Lohnt einen gezielten Umweg: Parc de la Ciutadella (bei gutem Wetter ein ganzer halber Tag), Parc del Laberint d'Horta (eine Stunde Metro hin und zurück, und trotzdem lohnend), die Jardins de Laribal und die Plaça de Sant Felip Neri.
- Lohnt den Stopp, wenn du schon in der Nähe bist: Plaça Reial und Plaça del Rei – je fünf Minuten, wenn du durchs Gotische Viertel läufst –, der Arc de Triomf auf dem Weg zur Ciutadella und die kostenlose Dachterrasse von Las Arenas, wenn du ohnehin an der Espanya bist.
- Nur ein Umsteigeknoten: Plaça de Catalunya. Ein hervorragender Knotenpunkt und ein mittelmäßiger Platz; plane keinen Vormittag um ihn herum. Und auch die Plaça d'Espanya, außer du willst ins MNAC, auf den Montjuïc oder zu einer bestätigten Show des Magischen Brunnens – tagsüber ist sie ein sehr großer Kreisverkehr mit viel Verkehr.
Der tiefere Grund: Barcelona ist eine Stadt mit großartigem öffentlichem Raum und teuren Monumenten. Die großen Tickets – Sagrada Família, Casa Batlló, Park Güell – schlucken dein Budget und deine Wartezeit; die Plätze und Parks bekommen die guten Stunden des Tages und kosten nichts. Wenn das Geld knapp ist, lautet die Formel ganz einfach: Bezahl für eine oder zwei der großen Sehenswürdigkeiten, widme den Rest deiner Zeit diesem kostenlosen Barcelona und gib das Ersparte für gutes Essen aus. Und wenn du dir lieber beim Gehen alles erklären lässt: Eine geführte Tour durch den Park und das Viertel am Meer kostet weniger als die meisten Museumstickets.
Häufige Fragen
Welches sind die schönsten Plätze in Barcelona?
Architektonisch die Plaça Reial (Arkaden, Palmen, Gaudís Laternen) und die Plaça del Rei (mittelalterlich, ohne eine einzige Café-Terrasse). Emotional die Plaça de Sant Felip Neri. Vom monumentalen Maßstab her die Plaça d'Espanya. Die Plaça de Catalunya dagegen ist vor allem ein Verkehrsknoten: Man überquert sie, man besucht sie nicht.
Läuft der Magische Brunnen am Montjuïc wieder? An welchen Tagen?
Ja. Der Brunnen war fast drei Jahre lang abgeschaltet – ab November 2022 – wegen der Dürrebeschränkungen und seiner größten Sanierung seit drei Jahrzehnten; am 24. September 2025, während des Mercè-Fests, ging er wieder in Betrieb. Der Kalender ist saisonal: Im Sommer gibt es Shows meist von Mittwoch bis Sonntag am späten Abend, in den kälteren Monaten nur von Donnerstag bis Samstag und über eine Stunde früher, dazu Wartungspausen. Die genauen Tage und Uhrzeiten ändern sich mehrmals im Jahr, also prüfe vorher immer den städtischen Kalender auf barcelona.cat. Zuschauen ist kostenlos.
Ist der Parc de la Ciutadella kostenlos?
Ja, der Park ist frei zugänglich und kostenlos, einschließlich der monumentalen Cascada, an deren Hydraulik der Student Antoni Gaudí mitarbeitete. Nur zwei Dinge kosten dort Geld: ein Ruderboot auf dem Teich und der Zoo Barcelona, der die Südostecke einnimmt und eine eigene Kasse hat.
Was ist das Besondere an der Plaça Reial?
Ihre beiden sechsarmigen Laternen waren Antoni Gaudís erster Auftrag der Stadt Barcelona: 1878 entworfen und am 24. September 1879 aufgestellt, Jahrzehnte vor der Sagrada Família. Komm gegen 9 Uhr, um sie ohne Gedränge zu sehen. Nachts ändert der Platz völlig seinen Charakter: Bars, Livemusik und eine der höchsten Taschendieb-Dichten der Stadt.
Kann man die Bunker am Turó de la Rovira besuchen?
Ja, und zwar kostenlos, aber seit 2023 gibt es eine nächtliche Schließung (im Sommer öffnet der Ort meist gegen 9:00 Uhr und schließt gegen 19:30 Uhr), weil Partys, Müll und Lärm den Anwohnern von El Carmel das Leben unmöglich gemacht hatten. Hin kommst du mit dem Bus oder zu Fuß von der Metro L4 El Carmel. Geh vor der Schließzeit hin, lass die Musikbox zu Hause und nimm deinen Müll wieder mit: Das ist ein Aussichtspunkt in einem Wohnviertel, keine Rooftop-Bar.
Was kostet der Parc del Laberint d'Horta?
Er ist der einzige Ort in diesem Guide mit Kasse, und trotzdem günstig: rund 2,20 € regulär und etwa 1,40 € ermäßigt, mittwochs und sonntags ist der Eintritt frei. Bezahlt wird meist nur mit Karte, und die Besucherzahl ist begrenzt – an Gratis-Tagen also früh kommen. Mit der Metro L3 bis Mundet.
Was geschah auf der Plaça de Sant Felip Neri?
Am 30. Januar 1938, während des Spanischen Bürgerkriegs, bombardierten mit Franco verbündete italienische Flugzeuge den Platz. Die erste Bombe fiel kurz nach neun Uhr morgens auf einen Schutzraum voller Kinder; eine zweite traf etwa zwei Stunden später die Rettungsmannschaften. 42 Menschen starben, die meisten davon Kinder. Die Splitterspuren sind an der Kirchenfassade bis heute zu sehen, und seit 2007 erinnert eine Gedenktafel an die Opfer. Dies ist ein Gedenkort: Besuche ihn leise und mach ihn nicht zur Fotokulisse.
Lohnt sich die Plaça de Catalunya?
Als Ziel eher nicht: Sie ist eine fünf Hektar große gepflasterte Fläche mit Tauben, Brunnen und viel Verkehr. Als Knotenpunkt ist sie unverzichtbar: Hier treffen die Metrolinien L1, L3, L6 und L7 zusammen, dazu die Rodalies-Züge zu den Stränden des Maresme und der Flughafenbus Aerobús, und sowohl die Rambla als auch der Passeig de Gràcia beginnen hier. Nutze sie als Treffpunkt und Startlinie – und behalte deine Tasche im Auge.
Erkunde die Ciutadella mit jemandem, der die Geschichte erzählen kann
Der Park und die Barceloneta ergeben mit Kontext viel mehr Sinn: die bourbonische Zitadelle, die Weltausstellung 1888 und das alte Fischerviertel auf einem einzigen Rundgang. Bei den meisten Angeboten kostenlose Stornierung.
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